#RGBTSG: Wiedersehen mit Löw
Es war ein actionreiches Fußballfest – und der perfekte Einstand für Christian Ilzer. Im ersten Spiel unter der Leitung des Österreichers, am 23. November und dem elften Bundesliga-Spieltag, erlebten Fußballfans die gesamte emotionale Bandbreite des Sports. Am Ende stand ein furioser 4:3-Sieg der TSG – doch danach hatte es lange nicht ausgesehen. Von Beginn an lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Dem 0:1 durch Willi Orban (15.) folgte postwendend der Ausgleich durch Adam Hložek (17.), doch wiederum nur zwei Minuten später brachte Antonio Nusa (19.) die Gäste erneut in Führung. Durchatmen, Pause.
Auch der zweite Durchgang benötigte keine Anlaufzeit. Tom Bischof glich erneut aus (50.) – und Leipzig legte erneut nach: Durch ein Eigentor von Stanley Nsoki ging RB 3:2 in Führung. Doch die leidenschaftliche TSG gab sich auch dieses Mal nicht geschlagen, musste aber lange zittern. Erst in der 82. Minute stellte Hložek zum dritten Mal auf Remis. Wer nun dachte, die Gäste hätten die nächste Antwort parat, wurde überrascht: Dieses Mal war es die weiter angreifende TSG, die den nächsten Treffer erzielte und so erstmalig in Führung ging: Nach Vorarbeit von Stach erzielte Jacob Bruun Larsen das 4:3 (85.) – und damit den Siegtreffer.
Es war ein emotionaler und enorm wichtiger Erfolg für Ilzer sowie die Hoffenheimer Fans – und ein verdienter, wie auch der frühere TSG-Profi Christoph Baumgartner eingestand: „Wir haben gewusst, dass Hoffenheim nach dem Trainerwechsel viel Intensität reinbringen wird. Wir waren über weite Strecken nicht auf dem Niveau, wie wir uns das vorgestellt haben. Wenn du hier dreimal führst, darfst du am Ende nicht als Verlierer vom Platz gehen. Die Niederlage tut sehr weh. Jeder einzelne Spieler von uns muss sich jetzt an die eigene Nase fassen und fragen, was er hätte besser machen können.“
Am Samstag (15:30 Uhr/Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) stehen sich beide Teams erneut gegenüber. Und wieder wird es ein enger Kampf, RB benötigt die Punkte ebenso dringend wie die TSG. Eine weitere parallele zum Hinspiel: Die Gastgeber treten erstmals in der Bundesliga mit ihrem neuen Coach an: Für Marco Rose hat der frühere TSG-Profi Zsolt Löw, der von 2006 bis 2008 in Hoffenheim spielte, das Cheftrainer-Amt interimsmäßig übernommen. Der Ungar arbeitete bereits unter Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Thomas Tuchel als Assistent und freut sich auf die Aufgabe, den aktuellen Tabellensechsten doch noch in die Champions League zu führen.
Sein Profi-Debüt als RB-Trainer glückte nicht. Im Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart unterlag Leipzig 1:3 und verpasste damit wohl die letzte Titelchance. „Die Enttäuschung ist groß. In der Statistik waren wir in vielen Bereichen besser. Das war ein herber Schlag, wir wollten ins Finale. Wenn jemand von mir Wunder erwartete, dass wir es gleich ins Pokalfinale schaffen – kein Trainer der Welt kann so schnell große Unterschiede ausmachen. Wir waren ein Stück weit die bessere Mannschaft, leider lag es an der Effizienz. Nun sind wir im Pokal raus und es geht um die Bundesliga. Wir haben nicht viel Zeit, kommen um 2 Uhr nachts zurück. Dann heißt es regenerieren, regenerieren, regenerieren“, sagte Löw nach der Niederlage.
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